Form ist Leere, Leere ist Form
Unmöglich! Das war meine jahrelange Reaktion auf diese Kernaussage des Herz-Sutras. »Sutra« ist Sanskrit und bedeutet »Lehrrede«. Das Herz-Sutra ist das zentrale Element (»Herz«) in der buddhistischen Literatur über den erleuchteten Zustand vollkommener Weisheit. Es ist neben dem Diamant-Sutra die Grundlage des Zen-Buddhismus.

Warum mich dieses Sutra überhaupt interessiert hat? Nun, es ist wunderbar kurz. Es gilt als die knappste und treffendste Zusammenfassung einer sechshundertbändigen(!) Bearbeitung der Lehre Buddhas – auf nicht einmal einer Seite! Und es erinnerte mich an eine meiner Lieblingsstellen in Ein Kurs in Wundern: »Wir wollen still sein einen Augenblick, vergessen alle Dinge, die wir je gelernt, alle Gedanken, die wir je gedacht, und jedes Vorurteil, das wir darüber hegten, was die Dinge bedeuten und was ihr Sinn und Zweck ist.« (T-31.I.12.1). Dieses Still-Sein-und-Vergessen zieht sich über viele Stellen des Textbuches, des Übungsbuches und der Ergänzungen und ist die Grundlage für das Übungsbuch Teil II: »Worte werden jetzt wenig bedeuten … Denn wir harren in stiller Erwartung auf unseren GOTT und VATER … Sitze in Schweigen und warte auf deinen VATER …« (Ü-II.Einleitung).

Das Herz-Sutra besticht durch ziemlich viele Erwähnungen des Wörtchens »kein«. Eine wunderbar eindringliche Schilderung des »Vergessens« durch Aufzählung all dessen, was nicht wahr oder wirklich ist – Wahrnehmungen (siehe auch Lektion 1 des Kurses), (private) Gedanken und Gefühle (wie Lektion 10 des Kurses) sowie körperliche Empfindungen (Lektion 199 des Kurses). Damit das »Offensichtliche« sich zeigen kann.

Aber Form und Leere sind ein und dasselbe?! Das, nein, geht gar nicht. Das klappt die Fußnägel eines Kursanhängers unweigerlich nach oben. Also bin ich seinerzeit hingegangen und habe kurzerhand aus dem Herz-Sutra ein »kurskonformes Sutra« gebastelt.

Das eigene »Sutra«

Das »Ich« mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen ist in seinem Wesen eine Täuschung, unwirklich und illusionär. Die Erscheinungen der Welt, alle ihre Formen, sind nicht wirklich. Dasselbe gilt für Empfindungen, Wahrnehmung, das mentale und emotionale Gedächtnis und das Bewusstsein von Objekten oder Symbolen.

Alle Formen dieses Daseins sind nicht entstanden, sie vergehen nicht, sie sind nicht mangelhaft und nicht zu vervollständigen.

In der Wahrheit gibt es keine Körper, keine Empfindungen, kein mentales oder emotionales Gedächtnis und kein Bewusstsein von Objekten oder Symbolen:

Weder Auge, Ohr, Nase, Zunge noch Denk-Organ; nichts, was man sehen, hören, riechen, schmecken, tasten, fühlen oder kognitiv erfassen könnte.

Da ist kein Wissen von Fakten, kein Ansammeln und kein Vergessen von Wissen, keine Dummheit und keine Klugheit, kein höheres Wissen, keine Geburt, kein Altern, kein Tod, keine Krankheit, kein Leiden, kein Streben und keine Aufhebung des Leidens, kein Urteil und keine Vergebung, kein Beginn, keine Entwicklung und kein Ende, keine Zeit und kein Vergehen der Zeit.

So sei nur still für einen Augenblick. Denn hinter den Geräuschen rauen und erbitterten Bemühens, vergeblich stets, ist eine STIMME, die zu dir von MIR spricht.

Höre DIESE einen Augenblick und sei geheilt.

Höre DIESE einen Augenblick und sei erlöst.

Die letzten Sätze waren eine etwas melodischere Übersetzung einer Stelle aus den Ergänzungen zu Ein Kurs in Wundern, Lied des Gebets, Heilung (L-3.IV.7).

Und Form = Leere?

Tja, da fiel Andreas Pröhl der Abschnitt »The Fear of Teaching« aus der Version »A Course in Miracles: Complete and Annotated Edition« von Robert Perry (C&A T-3.IX) in die Hände. Er war so berührt und begeistert, dass er den Abschnitt übersetzte, von Devavan Korrektur lesen ließ und in einer Aleph-Session dem staunenden Publikum vorstellte.

Bei Absatz 11 dieses Abschnitts wurde ich dann elektrisch: Da ist von René Descartes die Rede, dem französischen Philosophen, Mathematiker und Naturwissenschaftler aus dem 17. Jahrhundert. In meiner katholischen Schulzeit lernte ich seinen Gottesbeweis kennen, aber berühmt geworden ist er für sein »Cogito, ergo sum« (»Ich denke, also bin ich«). In besagtem Absatz wird seine interessante Lehrmethode erwähnt, mit der er die Existenz von allem in Frage stellte – außer die reine Tatsache seiner eigenen Existenz. Dieses Lehren änderte seine Wahrnehmung grundlegend. Ausgehend von der schlichten Erkenntnis seiner Präsenz gelangte er zur Anerkennung des ganzen Systems: Das, was er methodisch anzweifelte, um seine Existenz zu erkennen, war zweifellos »wirklich«! Form ist Leere, Leere ist Form!

Descartes erkannte das, was Ein Kurs in Wundern »Wirkliche Welt«, »Wahre Wahrnehmung«, Rechtgesinntheit oder »Schau CHRISTI« nennt. Im Buddhismus taucht in dem Zusammenhang häufig der Begriff »Leere (kū)« auf. Das deutsche Wort »Leere« klingt jedoch etwas irreführend, denn es ist verbunden mit einer Assoziation von »Nichts«, »Vakuum« oder »Nicht-Existenz«. Das ist aber keineswegs mit dem japanischen kū gemeint! Die Leere bezieht sich ausschließlich auf alles das, was wahrgenommen und damit in der Welt erfahren werden kann, also Sinneswahrnehmungen, körperliche Empfindungen, (private) Gedanken und Gefühle (Affekte, Emotionen). Leere ist die Abwesenheit dieser »Dinge«, im »spirituellen Mainstream« auch gerne als »das Gewahrsein an sich«, »reines Bewusstsein« oder »Ich bin DAS (Soham im Sanskrit)« bezeichnet. Kein Ding oder Objekt, sondern die Abwesenheit von Dingen oder Objekten. Willkommen in dem Herz-Sutra. Willkommen im Kurs.

Aber da fehlt noch der letzte Schritt, der in dem Absatz erwähnt wird: Was ist mit den von Descartes angezweifelten »Dingen« oder Bewusstseinsinhalten, die er letztlich als »wirklich« anerkannte, weil er sich selbst zweifellos als existent erkannte? Worin bestand die grundlegende Änderung seiner Wahrnehmung?

Ich beschreibe es einmal etwas näher am »Kurs Jargon«: Das Bewusstsein, die erste Spaltung nach der Trennung (T-3.IV.2) ist nicht nur die Ebene der (passiven) Wahrnehmung, sondern bringt auch die »Dinge« in der Welt hervor. Da der Geist nie aufhört zu erschaffen und nur LIEBE ist, dehnte er auch im Bewusstsein die LIEBE ununterbrochen aus. Unterbräche er die SCHÖPFUNG, hörte er auf zu existieren. Daher können auch die Bewusstseinsinhalte nur Ausdruck tätiger Liebe sein – außer, du willst es (im Rückblick) anders sehen, indem du dich ausschließlich auf die scheinbar getrennten »Dinge« konzentrierst. Das ist die Denkweise des Ego oder das Ego-Denksystem. Die Vergebung führt dich mithilfe Jesu oder des Heiligen Geistes zurück zur Sichtweise der Nichttrennung, zu dem einen Bewusstsein, zur wirklichen Welt, zur Schau CHRISTI, zur Rechtgesinntheit – die nicht die WIRKLICHKEIT des HIMMELS ist, sondern die Widerspiegelung dieser WIRKLICHKEIT im Bewusstsein.

Leere ist Form, Form ist Leere, also konnte Descartes das »System« (Bewusstsein und Bewusstes) als eins annehmen, als seine »Schöpfung« – die Voraussetzung dafür, dass GOTT den letzten Schritt tun kann. Zu dem Zeitpunkt, den du festgelegt hast (Lektion 158).

Auf die Bitte an den Heiligen Geist um Führung beim Thema „Lehren“ fiel mir das Kapitel „The Fear of Teaching“ aus der Kurs in Wundern Version A Course in Miracles: Complete and Annotated Edition von Robert Perry in die Hände. Der Inhalt hat mich so inspiriert, dass ich den Text übersetzte. Devavan las Korrektur und wir hielten eine Session darüber. Hier findest du sowohl den Text als auch die Session als Audio.

 

Die Angst vor dem Lehren

  1. Wenn du dich als Lehrer mit vollkommen irrelevanten Faktoren beschäftigst, wie zum Beispiel der physischen Beschaffenheit des Klassenraums, der Anzahl der Schüler, der Zeit der Klasse, und den vielen Elementen, die du möglicherweise zur Betonung als Basis für Fehlwahrnehmung wählst, hast du die Erkenntnis verloren, wozu jede zwischenmenschliche Beziehung dient.
  2. Es ist nicht wahr, dass der Unterschied zwischen Schüler und Lehrer von Dauer ist. Sie treffen sich, um den Unterschied abzuschaffen. Am Anfang, da wir immer noch in Zeit sind, kommen sie auf der Basis von ungleichen Fähigkeiten und Erfahrungen zusammen. Das Ziel des Lehrers ist, den Schülern mehr davon zu geben, was zeitweilig seins ist. Dieser Prozess enthält all jene Wundervoraussetzungen, auf die wir uns zu Beginn bezogen. Der Lehrer (oder Wunderwirkende) gibt denen mehr, welche weniger haben, und bringt sie näher an die Gleichheit mit ihm, wobei er gleichermaßen gewinnt.
  3. Der einzige Grund der Verwirrung liegt darin, dass Lehrer und Schüler nicht dieselben Dinge gewinnen, weil sie nicht dieselben Dinge benötigen. Wenn sie das täten, wären ihre jeweiligen wenn auch vorübergehenden Rollen nicht förderlich für beiderseitigen Gewinn. Angstfreiheit kann von beiden, Lehrer und Schüler, nur erreicht werden, wenn sie weder ihre Bedürfnisse, noch ihre Stellung in Bezug aufeinander im Sinne von höher oder niedriger gegenüberstellen.
  4. Gewöhnlich müssen Kinder von Eltern lernen. Was Eltern von Kindern lernen ist lediglich von einer anderen Kategorie. Letztendlich gibt es keine unterschiedlichen Kategorien, aber das bezieht nur Erkenntnis mit ein. Weder von Eltern, noch von Kinder kann man sagen, dass sie Erkenntnis haben,oder ihre Beziehung würde nicht existieren, als ob sie auf unterschiedlichen Ebenen wären. Dasselbe gilt für den Lehrer und den Schüler. Kinder haben nur dann ein Authoritätsproblem, wenn sie glauben, dass ihr Bild durch Authorität beeinflusst wird. Dies ist ein Willensakt ihrerseits, denn sie wählen, die Authorität fehlwahrzunehmen und geben ihr diese Macht.
  5. Ein Lehrer mit einem Authoritätsproblem ist lediglich ein Schüler, der es ablehnt, andere zu lehren. Er möchte sich selbstin einer Position halten, in welcher er missbraucht und fehlwahrgenommen werden kann. Dadurch ist er dem Lehren gegenüber verbittert, weil er darauf besteht, dass es ihm etwas angetan hat. Der einzige Weg aus diesem bestimmten Aspekt der Wüste zu entkommen, ist immer noch, sie zu verlassen. Der Weg ihr zu entkommen, ist, jeden Beteiligten freizulassen, indem man sich absolut weigert, sich mit dem Irrtum in irgendeiner verehrenden Weise zu befassen. Weder Lehrer, noch Schüler wird durch das Lernen gefangen gehalten, ausser er benutzt es zum Angreifen. Wenn er dies tut, wird er gefangen sein, unabhängig davon, ob er tatsächlich lehrt oder lernt, oder es ablehnt, überhaupt an dem Prozess teilzunehmen.
  6. Die Rolle des Lehrers, richtig verstanden, ist eine in der er sich-selbst und andere aus der Wüste führt. Der Wert dieser Rolle kann wohl kaum unterschätzt werden, schon deswegen, weil es eine war, welcher ich sehr freudig mein eigenes Leben gewidmet habe. Ich habe meine Schüler wiederholt gebeten, mir zu folgen. Dies bedeutet, dass sie, um wirksame Lehrer sein zu können, das Lehren so interpretieren müssen, wie ich es tue. Ich habe jede Anstrengung unternommen, dich völlig ohne Angst zu lehren. Wenn du nicht horchst, wird es dir nicht möglich sein, den sehr offensichtlichen Fehler zu vermieden, Lehren als Bedrohung zu sehen.
  7. Es ist kaum notwendig, zu sagen, dass Lehren ein Prozess ist, dessen Sinn und Zweck es ist, Lernen zu bewirken. Der letztendliche Sinn und Zweck allen Lernens ist, Angst abzuschaffen. Dies ist notwendig, sodass Erkenntnis eintreten kann. Die Rolle des Lehrers ist nicht die Rolle von GOTT. Diese Verwechslung wird allzu häufig von Lehrern, Schülern, Therapeuten und Geistlichen begangen. Es ist ein echtes Missverständnis von GOTT und SEINEN Wundern. Jeder Lehrer, der glaubt, dass Lehren angsteinflößend ist, kann nicht lernen, denn er ist paralysiert. Er kann auch nicht wirklich lehren.
  8. Du hättest Recht, zu behaupten, dass dieser Kurs eine Voraussetzung für jeden rechtmäßigen Kurs wäre, den du lehren könntest. Jedoch würdest du viel mehr als das sagen. Der Sinn und Zweck dieses Kurses ist, dich auf Erkenntnis vorzubereiten. So steht es mit jedem wahren Sinn und Zweck eines jeden rechtmäßigen Kurses. Alles, was von dir als Lehrer erforderlich ist, ist mir zu folgen.
  9. Immer wenn jemand beschließt, dass er nur in einigen Rollen wirken kann, aber nicht in anderen, kann er nicht anders, als versuchen, einen Kompromiss einzugehen, der nicht funktionieren wird. Wenn du der Überzeugung bist, dass du deine Angst vor dem Lehren bewältigen kannst, indem du in verwandten Rollen fungierst, aber nicht als Lehrer von Schülern, dann täuschst du dich einfach nur. Du schuldest dir größeren Respekt. Es gibt nichts, das tragischer ist, als der Versuch, sich selbst zu täuschen, denn das setzt voraus, dass du dich als so unwürdig wahrnimmst, dass du der Täuschung würdiger bist, als der Wahrheit.
  10. Entweder kannst du in allen Rollen wirken, die du ordentlich auszuführen übernommen hast, oder du kannst in keinen davon effektiv sein. Dies ist eine Alles-oder-Nichts Entscheidung. Du kannst keine unangemessene Ebenen-Unterscheidung innerhalb dieser Wahl treffen. Entweder bist du dazu fähig, oder nicht. Dies bedeutet nicht, dass du alles tun kannst, aber es bedeutet, dass du entweder total wundergesinnt bist, oder nicht. Diese Unterscheidung steht absolut für keinen Kompromiss offen. Wenn du sagst, dass du nicht lehren kannst, agierst du, als wenn universelle Gesetze für jeden gelten, ausser für dich. Dies ist nicht nur arrogant, sondern offenkundig unwahr. Universelle Gesetze müssen auf dich zutreffen, ausser du existierst nicht. Wir halten es nicht für nötig, darüber zu argumentieren.
  11. Descartes beschäftigte sich mit einer sehr interessanten Lehr-Methodik, und einer von der er selbst viel lernte. Er begann damit, die Existenz von allem in Frage zu stellen, ausser von sich selbst. Er bestand darauf, dass seine eigene Existenz nicht dem Zweifel offen stand, und baute sein gesamtes Gedankensystem auf dieser einen Prämisse neu auf: „Ich denke, daher bin ich.“ Es ist bemerkenswert, dass er dazu gelangte, das gesamte System zu akzeptieren, das er anfänglich anzweifelte, einfach auf der Basis dieses einen Teiles der Erkenntnis. Es gab jedoch eine deutliche Veränderung in seiner eigenen Wahrnehmung. Er zweifelte nicht länger die Wirklichkeit dessen an, was er wahrnahm, denn er wusste, dass er da war.
  12. Vielleicht bist du dir dessen nicht so sicher, und aus diesem Grund raten wir dir, dich auf „Hier bin ich, HERR“ zu konzentrieren. Wiederhole diese sehr kurze Phrase und denke an nichts anderes. Entziehe einfach deinen Geist langsam von allem anderen und zentriere ihn auf diese Worte.
  13. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Lehrer effektiv ist, ausser er beginnt damit, präsent zu sein. Das steht nicht wirklich zur Debatte. Du wirst all deine Angst vor dem Lehren verlieren, ebenso wie in jeglicher Form des Dich-Beziehens, sobald du erkennst, wer du bist. Es macht überhaupt keinen Sinn, im Gefängnis des Glaubens zu verbleiben, dass dies von dir abhängig sei. Du existierst nicht in unterschiedlichen Lichtern. Es ist dieser Glaube, der dich über deine eigene Wirklichkeit verwirrt hat. Wieso würdest du dir selbst gegenüber so unklar bleiben?

Quelle: Schucman, Helen. A Course in Miracles: Complete and Annotated Edition (S.141). Circle of Atonement. Kindle-Version. Textteil 3-IX. Übersetzung: Pröhl, Andreas; Devavan

Ein Tag wie kein anderer.
Stille ist in mir.
Klarheit.
Reinheit.
Weisheit.
Frieden.
Und ich erkenne: Ich ruhe in Gott.

Es ist so viel passiert.
Und plötzlich erinnere ich mich wieder
wie die Stimme Gottes klingt.
Sie ist nicht wirklich eine Stimme.
Oder doch?
Es ist meine eigene.
Sie klingt mehr wie ein Gedanke,
ein liebevoller Gedanke,
So sanft.

Wenn ich bereit bin hinzuhören.
Ist sie so klar,
so weise.
so rein.

Meine eigene Stimme
in meinem Geist.
Ich brauche nichts zu tun.
Sie leitet mich an,
unendlich liebevoll.
Offen.
Akzeptierend.

Es ist mein freier Wille ihr zu folgen.
Sie will nur, dass ich glücklich bin.
Also entscheide ich mich darauf zu hören,
ihr zu folgen.
Sie bringt mir Frieden,
tiefe Freude.
Glückseligkeit.

Danke für DEINE Führung!
Danke, dass ich nie getrennt von DIR sein kann!
Danke, dass ich ein Teil von DIR bin!

Ich dachte bisher immer, dass mein Wille dem von Gott entgegengesetzt ist. Oder zumindest nicht immer mit ihm übereinstimmt. Deshalb fiel es mir immer wieder zu schwer zu hören. Ich wollte das nicht, aus Angst, etwas tun zu „müssen“, was ich nicht will. Ja, sicherlich habe ich die Wahl, da ich einen freien Willen habe. Dennoch ist es nicht leicht, dann dem Willen Gottes entgegengesetzt zu handeln.
Da war ein ständiger Widerstand in mir spürbar auf die Stimme des heiligen Geistes zu hören. Als ich gestern die Lektion las, wurde mir das wieder einmal deutlich. Da entschied ich, ich will nicht ständig im Widerstand sein.
Da stand: „Leiden ist nicht Glück, und Glück ist, was du wirklich willst.“ (EKiW, Übungsbuch, Lektion 73, S. 128, 6., Satz 5).
Ok, soweit stimme ich zu. Ich will glücklich sein.
Und etwas weiter unten steht: „… Gottes Heilsplan, und nur der SEINE, (steht) völlig im Einklang (…) mit deinem Willen. Er ist nicht das Ziel einer fremden Macht, das dir unfreiwillig aufgedrängt wird. Er ist das eine Ziel, über das ihr beide, du und dein VATER, euch völlig einig seid.“ (EKiW, Übungsbuch, Lektion 73, S. 128, .9, Satz 1-3).
Oh, mein Gott! In der Tat, so ist es. Das erkannte ich erst jetzt. Was für eine Erleichterung und Freude das in mir auslöst! Das ist so befreiend! Und nun sah ich das Licht, war tatsächlich im Frieden und war dankbar, das für mich erkannt und angenommen zu haben.

Das macht mein Leben so viel leichter.

Ja, ich will glücklich sein.

Die Dinge klar zu erkennen reicht nicht aus. Es braucht auch eine Veränderung in meinem Handeln. Ansonsten hat es keine Wirkungen. Wir müssen konsequent sein, integer. Denken und Handeln müssen in Übereinstimmung sein. Bin ich das nicht, werde ich leiden. Das habe ich nun lange genug gewählt. Wow, wie hartnäckig ich damit war!

Nun gebe ich alles Gott. Lasse alles läutern, was in meinen Geist kommt. Dadurch komme ich wieder in Frieden. Ich will nur noch mit Gott denken. Ich kann einfach lieben, ohne Erwartungen, bedingungslos. Und das geht nur mit Gott.

Und plötzlich lösen sich alle Geschichten, Schmerzen und Unsicherheiten auf. Wow! Was für ein Prozess! So intensiv, so voller Heilung, voller Transformation und Wunder geschehen. Ja, das geschieht, wenn wir uns ganz Gott hingeben. Dieses Leben hier, die Zeit, alles ist eine Illusion. Da hinein möchte ich nicht mehr investieren.

Ute Ringel/Bruder/Acyl auf Stoff/40x30cm/2018

Dort wo Du Deinen Bruder triffst und es sich  ausmacht, als sei da eine Mauer, eine Trennung, ein Abstand aber es fühlt sich intensive an, da geht es weiter. Es fühlt sich intensive an, weil Du die Angst verlohren hast dort hin zu gehen, weil Du endlich genug Vertrauen hast, dass Du nicht zerstört wirst, bzw. das Du glücklich darüber bist, dass alles von Dir zerstört wird was Du nicht bist. Dein Bruder ist Deine Meditation. Deine einfache, konzeptlose, kostenlose, allgegenwärtige Meditation.

Ich muss ein paar Worte über die Akademie zum Ausdruck bringen, die wunderbarerweise aus deiner Hingabe, den Kurs in Wundern an die Welt weiterzugeben, in einem natürlichen Prozess entstanden ist. Über die letzten Monate, Tage, oder seit Anbeginn der Zeit, gab es viele „Besucher“, die kamen, um eine Reflexion dort zu treffen, wo sie sich erlaubten, sich ihren offenbarenden GEIST zeigen zu lassen.

Die Aleph-Akademie kann durchaus auch die „Akademie des Meisters“ genannt werden, weil sie deine Begegnung mit SEINEM GEIST ermöglicht, DER dein eigener ganzer Geist, der CHRISTUSGEIST ist. Mit deiner Teilnahme an diesem „Kreis der Sühne“, hast du die Gelegenheit, ein ganzer Teil an der Umwandlung des menschlichen Geistes zu einer neuen Wahrnehmung zu sein, einer neuen Sicht und neuen wiederhergestellten Kommunikation in einer wundergesinnten Art und Weise, mit EinSicht zu denken statt linear in einer getrennten Ursache-Wirkungs-Modalität. Dabei erfährst und erkennst du dich selbst direkt und unmittelbar als ein Selbst, vereint mit deinem Schöpfer.

Das wichtigste einzige Erfordernis in diesem Prozess als Teil deines Geistestrainings ist deine (meine) persönliche Entschlossenheit, auf eine systematischen Art und Weise alles (und jeden) in der Welt hin zu einer anderen Wahrnehmung „anders zu sehen“. Alles wahre Lernen ist eine Form von Umwandlung oder Offenbarung. Unser auf Erfahrung beruhender Lehrplan fokussiert sich auf die Freude der SELBST-Erkenntnis, die durch ein spirituelles Geistestraining angeboten wird, wie es vor allem und auf ganz bestimmte Weise im Übungsbuch von Ein Kurs in Wundern festgelegt ist. Die Umwandlung deines Geistes geschieht als direkte Erfahrung der singulären WIRKLICHKEIT.

Das Geistestraining durch Annehmen und Anwenden der Lektionen des Übungsbuchs von Ein Kurs in Wundern ist die Grundvoraussetzung dieses Pflichtkurses. Und sein Lehrplan fordert dich heraus, die Religion deiner Natur mit der Philosophie deines Seins durch die Wissenschaft deines Geistes in der strahlend angstfreien neuen WIRKLICHKEIT zu integrieren, DIE dein evolutionäres Schicksal ist.

Wie es im Kurs in Wundern festgelegt wird: Der Lehrplan ist sehr individuell. Und alle Aspekte unterstehen der besonderen Obhut und Führung des HEILIGEN GEISTES.

Um der Führung des HEILIGEN GEISTES folgen zu können, musst du dich von der Schuld freisprechen lassen. Das ist die Essenz der SÜHNE. Es ist der Kern des Lehrplans.

 

(mit Auszügen aus „Der Ruf an das Grenzenlose“ von Devavan. Quoten aus dem URTEXT, korrelierend mit dem Handbuch für Lehrer, Zu guter Letzt)

Ich sitze hier in Stille.
Im dunklen.
Bin still
in mir.
Im Frieden.
Erfüllt.

Alles ist perfekt.
Ich genieße.
Lächle.
Stille spricht.

Ein Leuchten im Dunkeln.
Da will ich hin.
Da bin ich.
Da bist Du.
Da begegnen wir uns.

Im Licht.
In Verbundenheit.
Von Herz zu Herz.
In der Stille.
In Freude.
Hier sind wir eins.

Gedanken04/Ute Ringel/Grafit auf Papier/20cm x30cm/2014

Ich setze mich hin. Ich will meditieren. Will in die allsseits so beliebte und ersehnte Stille. Ich überlege: „Was will ich wirklich?“ Ich weiß es!: „Ich will lieben.“
Der Gedankenzug setzt sich in Gang….“Jetzt ist ok. Ich bin einigermaßen in Frieden, von hier aus kann ich lieben….Aber ich will auch in Zeiten lieben, wenn die Welt Kopf steht, wenn ich in 5min den Bahnhof erreichen muss, der noch 10 min weit weg ist, wenn der Nachbar mich schräg anguckt, wenn mir meine Freundin gekonnt einen Vorwurf zuwirft, wenn Krankheiten, Unfälle, Epidemien anklopfen. Ok, das will ich. Also her mit der Dunkelheit, den Nachbarn, den Vorwürfen, den verpassten Zügen, den Weltkriegen, her mit der Schuld.“
HALT ! Das muss doch gar nicht sein. Du musst nicht zurück in die Dunkelheit, um Dir zu beweisen, dass Du lernen kannst, immer zu lieben!

Du bist schon erlöst!

Ganz wirklich!

Du bist erlöst!

Manchmal ist da so viel Verwirrung, Unruhe und Unsicherheit, in der Welt, in mir. Wie kann ich in all dem Frieden finden?

Besonders wenn ich orientierungslos bin will ich einfach nur nach Hause. Ich sehne mich so sehr danach einfach Frieden zu finden. Und mit „nach Hause kommen“ meine ich nicht einen Ort in dieser Welt, sondern meinen Platz in Gottes Armen. Dort, wo ich wirklich sicher bin.

In der Welt gibt es so viel Ablenkung: Essen, Drogen, Besitz, etc. Ich muss mich entscheiden, was ich will: dem Ego, oder der Liebe zu folgen und Frieden zu finden.

So halte ich inne, lade den heiligen Geist ein und entscheide mich erneut: „Ich will mit Gott denken.“ Lass mich erlöst sein, von dem, was ich nicht bin. Lass mich erkennen, wer ich wirklich bin. Es braucht auch hier wieder meine Wehrlosigkeit, meine Demut und meine Hingabe. Ich habe keine Ahnung. Ich kann mich nur führen lassen und dafür ist innerer Einkehr nötig.

Aber was ist der Frieden GOTTES? Im Kurs steht es ist „das einfache Verständnis, dass SEIN WILLE gänzlich ohne Gegenteil ist.“ (HfL 20. Was ist der FRIEDE GOTTES? S. 52).

Wenn ich also ganz eintauche, mich mit Gott, dem heiligen Geist und Jesus verbinde, will ich nichts anderes, als Gottes Willen zu folgen. Da sind nur noch Liebe und Frieden.

Wie erkenne ich, dass ich im Frieden Gottes ruhe? Da ist einfach nur noch Stille, Gewissheit und innerer Frieden. Will ich wirklich den Frieden und die Stille Gottes finden, kann ich nicht darin versagen sie zu finden.

Wenn wir ihn dann einmal gefunden haben, habe ich manchmal Angst ihn wieder zu „verlieren“. Erfahren wir das, kannst Du Dich fragen: „Ist Konflikt das, was du willst, oder ist der Friede GOTTES die bessere Wahl?“

In „Ein Kurs in Wundern“ steht außerdem: „Vergib der Welt, und du wirst verstehen, dass alles, was GOTT schuf, kein Ende haben kann und dass nichts wirklich ist, was ER nicht schuf.“

„Gott sei Dank“! Im wahrsten Sinne. Liebe, Frieden, Gottes Sicherheit und SEIN Wille werden erfahrbar.